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Regelmäßige Speicheltests - zur Bestimmung des individuellen Kariesrisikos
Eine maßgebliche Rolle für das Entstehen von Karies spielen Mikroorganismen, speziell Mutans-Streptokokken und Laktobazillen. Sie gefährden sowohl gesunde als auch restaurierte Zähne. Umso wichtiger ist es, frühzeitig und regelmäßig Informationen über das Vorhandensein dieser relevanten Keime zu erlangen.
Je höher die ermittelte Bakterienzahl ist, desto größer ist das Risiko, an Karies zu erkranken und desto intensiver müssen regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen durchgeführt werden. Ziel ist es, gesunde und sanierte Zähne auch gesund zu halten durch ein gezieltes, dem individuellen Kariesrisiko angepasstes Prohylaxe-Programm.
Mit dem in unserer Praxis durchgeführten Speicheltest werden nicht nur die wichtigsten Bakterienarten untersucht, sondern auch die Speichelflussrate und die Pufferkapazität des Speichels bestimmt. Dadurch erhält man eine sehr genaue Aussage darüber, wie gut Säureangriffe auf die Zähne abgepuffert werden. Danach richtet sich zum einen die Recall-Häufigkeit in der Praxis, zum anderen erhält der Patient auch wichtige Informationen über die bestmögliche häusliche Zahnpflege.
Die Durchführung eines Speicheltests dauert für die Patienten nur einige Minuten, damit eine ausreichende Menge Speichel produziert werden kann. Auf geeigneten Nährböden erfolgt im Anschluss eine Inkubation des Speichels unter gleichen Bedingungen wie in der Mundhöhle. Ein aussagekräftiges Ergebnis erlangt man nach einigen Tagen, wenn die Anzahl der Karies verursachenden Bakterien festgestellt wird und gemeinsam mit den anderen Parametern ausgewertet wird. Daraus wird ein geeignetes Therapiekonzept abgeleitet, um die zukünftige Kariesaktivität so gering wie möglich zu halten.
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